![]() |
![]() |
|
[Piranha] |
[Aquaristik] |
[Galerie] |
[Forenboard] |
[Linkliste] |
[Gästebuch] |
[eMail] |
[Startseite] |
|
[ Pygocentrus nattereri ] |
|
[Einleitung] |
[Geeignete Aquarien] |
[Haltung u. Pflege] |
[Verhalten u. Soziales] |
| Verhalten und Soziales |
|
Über dieses Thema wird in Büchern und anderen Medien sehr viel geschrieben, wobei nicht alles Geschriebene, Gesagte und Gehörte nachvollziehbar erscheint. Ob es sich dabei um mangelndes Wissen, Übertreibung oder Wahrheit handelt ist ebenso wenig überprüfbar.
Wer kennt sie nicht, die Aussage vom blutrünstigen und angriffslustigen Piranha ? Ich erlebe es selbst wie Freunde, Bekannte oder Besucher reagieren, wenn ich ihnen sage das es sich um Piranha handele die dort im Becken schwimmen. Nach anfänglich ungläubigem Nachfragen sind sie dann doch oftmals erstaunt, das diese Piranhas garnichts von dem monströsen Verhalten zeigen der eigentlich ihrem zweifelhaften Ruf vorrauseilt. Sicher ist in ihrem natürlichen Habitat immer wieder zu beobachten, das eine grössere Gruppe von Piranhas einen Kadaver oder verletzte (bzw. kranke) Tiere, je nach Grösse des Tieres, in Sekunden oder Minuten regelrecht skelettieren, dies entspricht aber ihrem Aufgabennaturell. Piranhas sind hauptsächlich Kadaver- und Aasbeseitiger. Das Piranhas auch lebende Tiere (Fische) angreifen und fressen, kommt vor ist aber nicht die Regel. Dies ist meist der Fall bei:
Stichwort Kannibalismus. Kannibalismus ist bei Piranhas häufiger anzutreffen als bei jeder anderen räuberisch lebenden Fischart. Jedoch ist dies keine Willkür sondern unterliegt besonderen Faktoren. Wenn Nebenflüsse, insbesondere Nebenarme dieser Flüsse, infolge von langer Trockenheit zu Tümpeln werden oder drohen auszutrocknen, wird auch die Nahrung knapp. Hier setzt nun der Überlebenstrieb ein, er ist jedem Tier angeboren und nicht steuerbar. Zunächst fallen die kranken und angeschlagenen Tiere diesem Trieb zum Opfer. Mit weiter zunehmender Raumknappheit werden auch grössere und gesunde Tiere angegriffen, getötet und gefressen. Zum Schluss werden sich nur noch die stärkeren Tiere in diesen Restgewässern behaupten können, oftmals wurden in einem solchen Tümpel nur noch eine kleine Gruppen bis zu 4 Tieren gezählt. Wenn wir nun eine Parallele zu unserem heimischen Aquarium ziehen, so würde dieses letztendlich einem solchen Restgewässer entsprechen. Da wir aber unsere Piranhas stetig mit Futter versorgen, dürfte oder sollte es hier, vorausgesetzt die Beckengrösse bezgl. des Besatzes stimmt, nicht zum Kannibalismus kommen. Keinesfalls sollte man jetzt vermuten das, trotz dieser ausserordentlichen Vorkommnisse, Piranhas bösartig von Fress- oder Tötungstrieb geleitet würden. Piranhas sind genau das Gegenteil, sie sind sehr soziale strukturiert. Diese soziale Struktur zieht sich fast über den gesamten Lebensbereich und Umfeld dieser Fische.
Verständigung Zur Verständigung untereinander nutzen die Piranhas neben ihrer Körpersprache auch Laute. Diese Laute sind meist tieffrequent und haben Ähnlichkeit mit einem Grunzen und Knurren. Es ist sehr interessant dieser Verständigung einmal zuzuhören. Wer es einmal versuchen möchte kann dies mit einem wasserdichten Mikrofon tun, welches einfach ins Aquarium gehängt wird. Viel Spass dabei ...
Copyright © 2001 by [ Dietmar Reez ] |